Dirk Röse Zierpflanzen

Biblische Namen.

Von Abigail bis Zippora. Von Aaron bis Zacharias.

»Nomen est omen« wird ein altes Wort des Komödiendichters Plautus (ca. 250 - 184 v. Chr.) zitiert. Es will sagen: Der Name eines Menschen weist auf spätere Ereignisse seines Lebens hin. Er wird zum Schicksal, das einen einholen wird. Gott sei Dank, es ist nicht so. Wer könnte noch mit ruhigem Gewissen einen Namen aussuchen? Jede Wahl würde zum undurchsichtigen Orakel. Nein, Christen brauchen sich um das »Omen« beim »Nomen« nicht zu sorgen. Sie wissen, dass sie nicht in der Hand eines starren Schicksals sind. Sie vertrauen vielmehr dem Segen des lebendigen Gottes.

Biblische Namen

Das wünschen wir uns bereits vor der Geburt eines Kindes: dass es unter dem Segen Gottes stehen soll. Wenn wir unseren Kindern biblische Namen geben, dann ist das wie eine elterliche Segenshandlung: der Name soll ein Bindeglied zwischen Gott und dem Kind sein. Was bei der Taufe einmal für immer am Kind getan wird, das soll ein biblischer Name alle Zeit ausdrücken: Unser Kind gehört Gott. In der Taufe nimmt er es an, und er ruft es bei seinem Namen.

 

Bei der Wahl eines Namens leiten uns verschiedene Überlegungen: Wie klingt er gesprochen? Wie macht er sich geschrieben oder gedruckt? Ist er noch oder schon gebräuchlich? Ist er zu auffällig oder aber exklusiv genug? Vorliegendes Buch geht einer einzigen Frage nach: Was wird in der Bibel über die Person erzählt, die hinter einem bestimmten Namen steckt? Welche guten Wünsche für unser Kind können wir als Eltern zum Ausdruck bringen, wenn wir uns für diesen Namen entscheiden?

 

Eine der vielen Stärken der Bibel ist, dass sie Licht und Schatten im Leben eines Menschen benennt. Und so verbindet sich mit vielen biblischen Namen Gutes und Schlechtes. Wir wollen unserem Kind natürlich das Beste mit auf den Weg geben. Darum betont dieses Buch die segensreichen Seiten biblischer Namensgeber. Es vernachlässigt ihre dunklen Seiten nicht, will aber im Wesentlichen immer wieder auf das Wünschenswerte hinaus. Eben weil der Name nicht »Omen« ist, können wir getrost so verfahren.

 

Dabei wird nicht der Anspruch erhoben, jeweils den »Kern« einer Person oder ihre Gesamtheit zu erfassen. Bei vielen biblischen Figuren wäre das in diesen kurzen Artikeln nicht zu realisieren. Vielmehr wird jeweils ein einzelner Aspekt herausgegriffen, der das Anliegen des Buches unterstützt. Für diejenigen, die über die ein oder andere Person noch mehr wissen möchten, sind jeweils alle wichtigen Bibelstellen zum Nachlesen und Weiterdenken angegeben. 

Auswahl

Bei der Auswahl der Namen waren verschiedene Kriterien ausschlaggebend:

Ein Name soll unseren europäischen Ohren zugänglich sein. Darum wurde beispielsweise »Ahasveros« aussortiert.

Einige Namen sind zur Zeit noch nicht oder nicht mehr gebräuchlich. Der eine oder andere ist dennoch hier aufgeführt, weil er sich gut als Zweit- oder Mittelname eignet, beispielsweise auch in Kombination mit einem nicht-biblischen Rufnamen.

Der Name soll nicht mit unpassenden Assoziationen belastet sein: »Milka« ist in der Bibel ein Frauenname, »Ulla« ein Männername.

Manche Namen erscheinen zwar in der Bibel, bezeichnen dort aber keine Personen der jüdischen oder christlichen Glaubensgemeinschaft. »Diana, Diane« kommt als Name vor, meint aber lediglich die römische Fruchtbarkeitsgöttin. Dies konnte nicht mehr als eigentlich biblischer Name angesehen werden.

Schreibweise

Als Schreibweise bestimmter Namen haben wir eine traditionelle Form gewählt, z. B. »Raphaela« oder »Deborah«. Statt »ph« wird heute auch gerne ein »f« gewählt: »Rafaela« oder »Stefanie«. Auf das »h« am Ende wird of verzichtet: »Debora« oder »Hanna«.

Aufbau

Die einzelnen Artikel sind folgendermaßen aufgebaut:

 

Name ...

... Motto ...

Ursprüngliche Bedeutung des Namens

Wichtige Bibelstellen

Gedanken über die biblische Person
Fazit